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	<title>SAUGKULTUR &#187; Kunsthaus Erfurt</title>
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	<description>Eine Initiative gegen Kulturdepression und für freie Entfaltung kreativen Potentials</description>
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		<title>Wo ist mein Haus?</title>
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		<pubDate>Wed, 29 Jul 2009 07:53:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Maxi Kretzschmar]]></dc:creator>
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		<category><![CDATA[Kulturjournalismus und PR]]></category>
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		<description><![CDATA[Wenn etablierte soziokulturelle Zentren ihre Räumlichkeiten verlassen, dann wandern sie oft in Brachen zur kulturellen Zwischennutzung. Der bis dato ungenutzte Ort birgt räumliche und gedankliche Freiheiten, die immer mehr Kultureinrichtungen anziehen – dauerhaft oder auch temporär. Soziokulturelle Arbeit hat in &#8230; <a href="https://saugkultur.org/wo-ist-mein-haus/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Wenn etablierte soziokulturelle Zentren ihre Räumlichkeiten verlassen, dann wandern sie oft in Brachen zur kulturellen Zwischennutzung. Der bis dato ungenutzte Ort birgt räumliche und gedankliche Freiheiten, die immer mehr Kultureinrichtungen anziehen – dauerhaft oder auch  temporär.</p>
<p>Soziokulturelle Arbeit hat in leer stehenden Fabrikhallen und Industriebrachen begonnen. Aus Mangel an Räumen nahmen die Kulturarbeiter mittels Konzerten, Theateraufführungen und Ausstellungen ehemalige Bürokomplexe und Orte der industriellen Fertigung für ihre Projekte in Besitz – manche blieben und bauten die Räume als Kulturstandort aus, manche nutzten die Möglichkeiten des temporären Experimentierfeldes und zogen anschließend weiter. Es entwickelten sich die großen heute zum Teil institutionell geförderten soziokulturellen Zentren und daneben Initiativen und Projektgruppen frei von Förderungen aus öffentlicher Hand.</p>
<p>Wenn heute Kulturanbieter in ehemalige Industrieanlagen gehen, dann seltener aus Mangel an Räumen, diese sind in Mitteldeutschland im Übermaß vorhanden. Vielmehr paaren sich hier finanzielle Not und die Suche nach neuen, ungenutzten Potentialen. Das Unterhalten und Bewirtschaften fester Kulturorte wird stets preisintensiver, während durch Abwanderung, demografischen Wandel und Verschiebung der wirtschaftlichen Schwerpunkte immer mehr Relikte der Industriegesellschaft in einen Dornröschenschlaf verfallen. In Thüringen sind nicht goldschwere Kulturprinzen diejenigen, die die zu meist backsteinernen Prinzessinnen wach küssen, sondern beispielsweise Kulturarbeiter der soziokulturellen Zentren E-Werk in Weimar, Kunsthaus Erfurt und Alte Papierfabrik Greiz.</p>
<p>Das E-Werk in Weimar ist Vereinsdach verschiedener Künstler, Kulturschaffender und Institutionen aus Weimar und Jena, die sich zusammengeschlossen haben, um das Gelände der ehemaligen Elektrizitätswerke Weimar als vielfältige Kulturinsel zu etablieren. Im Verbund mit dem Deutschen Nationaltheater, der Ateliergemeinschaft E-Werk und der Klassik-Stiftung Weimarer bemüht sich der Verein um eine junge, internationale und spannungsreiche Ausrichtung der Kulturangebote in Weimar. In den ehemaligen Fertigungs- und Lagerhallen wird die Luft durch internationale Ausstellungsprojekte, multimediale Theaterinszenierungen und interkulturelle Symposien elektrisiert.<br />
Der Verein e-werk e. V. bewirtschaftet heute das Industriegelände und macht so erst die kulturelle Nutzung möglich. Neben Wohn- und Projekträumen hat das Lichthaus-Kino im morbiden Ambiente Platz genommen, das Deutsche Nationaltheater eine zweite Spielstätte im Kesselsaal geschaffen und das internationale Filmfestival Backup ein zu Hause gefunden.  </p>
<p>Im Ehemaligen Innenministerium in Erfurt hingegen wurde die Regentschaft des Landes nach langer Pause durch die zeitgenössische Kunst übernommen. Den Anfang machte ZK – Zeitgenössische Kunst // Erfurt-Berlin in Zusammenarbeit mit dem Kunsthaus Erfurt mit der Kunstlawine – ein temporäres und wachsendes Ausstellungsprojekt mit ungewissem Ausgang.<br />
Was als Experiment mit 10 Künstlern aus Erfurt, Weimar und Umgebung begann, wuchs innerhalb von vier Wochen auf mehr als 40 Künstler in 10 Räumen an. Wie ein gedeihender Organismus wuchs die Anzahl der Künstler, aber auch die Ausstellung und die Brache entwickelten sich schmetterlingsgleich. Der künstlerische Prozess wurde hier Teil der Ausstellungskonzeption, wurde Sinnbild für Kreativität, Netzwerkbildung und Entwicklung. Gleichzeitig wurde ein hervorragendes künstlerisches Soziogramm der Freien Kunst- und Kulturszene Thüringens gezeigt. Einmal die Woche konnten Interessierte sich ihr eigenes Bild von dem komplexen Prozess der Kunstlawine machen. Bei Musik von befreundeten Bands und DJ-Teams und geführten Rundgängen durch die Ausstellung und (noch) nicht genutzten Räume des wiederbelebten Ortes kamen Macher und Nutzer zusammen und die Grenze zwischen Produzent und Rezipient verwischte.<br />
Dass brachliegende Immobilien beispielsweise durch kulturelle Nutzung wieder lebendig werden – dafür ist die Kunstlawine ein Paradebeispiel. Der Besitzer stellt sie seither bis zur Sanierung und wirtschaftlichen Nutzung Freien Kunst- und Kulturarbeitern zur Verfügung. So werden zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen: Einerseits wird die Immobilie in Stand genutzt, belebt und profiliert, andererseits haben Kulturarbeiter die Möglichkeit neue Formate auszutesten, zu probieren, zu erforschen. Es folgte ein Streetart-Ausstellung- ebenfalls ein Projekt des Kunsthaus Erfurt, der Christopher Street Day, weitere Ausstellungsprojekte und das erste Atelier ist auch bereits bezogen&#8230; to be continued.</p>
<p>Ganz anders in der ehemalige Papierfabrik in Greiz. Sie wurde durch eine Hand voll junger Königskinder aus dem kulturell ausgedünnten Greiz entdeckt und zum Kulturort auserkoren.<br />
Vor mehr als 6 Jahren fanden sie sich zusammen, um dem alten Gemäuer mit Ausstellungen, Konzerten und Workshops zu neuer Blüte zu verhelfen.<br />
Seit dem werkeln sie jeden Samstag in der Pappe – wie sie ihren Ort liebevoll nennen – und setzen mit den eigenen Händen und aus eigener Kraft die Immobilie wieder in Stand, um Stück für Stück die Möglichkeiten für freie Kulturarbeit auch im ländlichen Raum und vor allem für Jugendliche zu erweitern. Es sollen jungen Künstlern Raum zum Malen, Zeichnen, Bauen, Musizieren, Fotografieren, Romane Schreiben oder einfach nur nett nebeneinander sitzen geschaffen und die Kulturproduktion angeregt werden. Bei Konzerten und Ausstellungsprojekten werden die Früchte der Arbeit dem Publikum zugänglich gemacht. Überhaupt ist den Kulturarbeitern die Beziehung zu den Einwohnern der Stadt sehr wichtig. Jeder Greizer kennt jemanden, der früher in der Papierfabrik gearbeitet und gelebt hat und so soll es auch wieder werden: ein richtiger Ort zum Arbeiten und Leben!</p>
<p>E-Werk<a href="http://www.ewerkweimar.de"> www.ewerkweimar.de</a><br />
backup_festival <a href="http://www.backup-festival.de">www.backup-festival.de</a><br />
Kunsthaus Erfurt <a href="http://www.kunsthaus-erfurt.de">www.kunsthaus-erfurt.de</a><br />
Alte Papierfabrik Greiz  <a href="http://www.altepapierfabrik-greiz.de">www.altepapierfabrik-greiz.de</a></p>
<p>Maxi Kretzschmar in <a href="http://www.soziokultur.de/bsz/node/23">Informationsdienst Soziokultu</a>r 3/2009, Nr. 77, Aus den Ländern</p>
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		<title>below the line sein</title>
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		<pubDate>Wed, 10 Jun 2009 13:38:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Maxi Kretzschmar]]></dc:creator>
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		<description><![CDATA[Am Freitag öffnet sich das Streetart-Projekt below the line dem Erfurter Publikum. Eine Woche haben Erfurter Straßenkünstler und Szeneasten das ehemalige Innenministerium gestaltet, die Mauern zwischen Straße und Brache mittels Farbe buchstäblich abgetragen. Mit Licht im Dunkeln und dem Fokus &#8230; <a href="https://saugkultur.org/below-the-line-sein/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Am Freitag öffnet sich das Streetart-Projekt below the line dem Erfurter Publikum.<br />
Eine Woche haben Erfurter Straßenkünstler und Szeneasten das ehemalige Innenministerium gestaltet, die Mauern zwischen Straße und Brache mittels Farbe buchstäblich abgetragen. Mit Licht im Dunkeln und dem Fokus auf das Phänomen Streetart, urbane Kommunikation und Ästhetik ist es Ziel und Anliegen, die Verhandlung des öffentlichen Raums und ungenutzter Flächen voranzutreiben, die Diskussion diesbezüglich anzuheizen und der Jugendkultur Raum zu geben.  Mit fettem Programm aus Konzert, Multimedia, Vortrag, Film, Walks, Kurzfilmwanderung&#8230;</p>
<p>Ausstellungseröffnung: 12. Juni 2009, 20.00 Uhr<br />
Ausstellungsdauer: 16. Juni bis 10. Juli 2009, 12 bis 18.00 Uhr<br />
Ehemaliges Innenministerium, Heinrich-Mann-Straße 11, Erfurt<br />
Mehr Informationen unter <a href="http://www.kunsthaus-erfurt.de/exhibitions/below-the-line/">www.kunsthaus-erfurt.de</a></p>
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		<title>Kunstlawine &#8211; Finale</title>
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		<pubDate>Wed, 20 May 2009 17:48:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Maxi Kretzschmar]]></dc:creator>
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		<description><![CDATA[4 Wochen Wachstum im ehemaligen Innenministerium Erfurt! 4 mal 10 Künstler, Künstlerinnen und Galerien! 1 mal pro Woche Vernissage, Midissage und Finissage in einem! Was am 2. Mai 2009 als Experiment mit 10 Künstlern aus Erfurt und Umgebung begann, ist &#8230; <a href="https://saugkultur.org/kunstlawine-finale/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>4 Wochen Wachstum im ehemaligen Innenministerium Erfurt!<br />
4 mal 10 Künstler, Künstlerinnen und Galerien!<br />
1 mal pro Woche Vernissage, Midissage und Finissage in einem!</p>
<p>Was am 2. Mai 2009 als Experiment mit 10 Künstlern aus Erfurt und Umgebung begann, ist angewachsen auf mehr als 40 Künstler in 10 Räumen. Wie ein gedeihender Organismus wuchs die Anzahl der Künstler an, aber auch die Ausstellung entwickelte sich schmetterlingsgleich.<br />
Ausgehend von je einem Künstler, Künstlergruppe oder Galerie entwickelte sich über die Wochen je Raum ein neuer kleiner Mikrokosmos, der sich Stück für Stück ausbreitete und durch das alte, verlassene Gebäude mäanderte. Der künstlerische Prozess wird hier Teil der Ausstellungskonzeption, wird Sinnbild für Kreativität, Netzwerkbildung und Entwicklung. Einmal die Woche, das letzte Mal am 23. Mai 2009, können Interessierte sich ihr eigenes Bild machen. Außerdem gibt es Musik von befreundeten Bands und Rundgänge durch die (noch) nicht genutzten Räume des wiederbelebten Ortes. Auf das es so bleibe und Bausubstanz als Substanz zum Bauen wahrgenommen wird!</p>
<p>23. Mai 2009, 20.00 Uhr, Ehemaliges Innenministerium, Schillerstraße 25, 99084 Erfurt<br />
Mehr Informationen unter <a href="http://www.kunsthaus-erfurt.de/exhibitions/kunstlawine-finale/">www.kunsthaus-erfurt.de</a></p>
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		<title>TANK MAN TANGO in your city!</title>
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		<pubDate>Sun, 17 May 2009 12:43:13 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Maxi Kretzschmar]]></dc:creator>
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		<description><![CDATA[Am 4. Juni 2009 jährt sich das Massaker der Proteste am Platz des himmlischen Friedens zum 20. Mal. Forget2forget.com und das Kunsthaus Erfurt laden herzlich ein, ein Denkmal aus tanzenden Körpern zu gestalten und rufen gemeinsam mit den Initiatoren und &#8230; <a href="https://saugkultur.org/tank-man-tango-in-your-city/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Am 4. Juni 2009 jährt sich das Massaker der Proteste am Platz des himmlischen Friedens zum 20. Mal. Forget2forget.com und das Kunsthaus Erfurt laden herzlich ein, ein Denkmal aus tanzenden Körpern zu gestalten und rufen gemeinsam mit den Initiatoren und den Kooperationspartnern von forget2forget auf, den Tank Man Tango zu erlernen und zu tanzen. Ziel der Performance ist es überall auf der Welt am 4. Juni mit dem Tanz den Opfern zu gedenken und die Geschichte nicht in Vergessenheit geraten zu lassen.</p>
<p>Jeder ist aufgerufen, Freunden, Familie und Arbeitskollegen zu berichten und sich der Performance im Kunsthaus Erfurt und überall in Thüringen, Deutschland und der ganzen Welt anzuschließen oder sein eigenes Denkmal aus tanzenden Körpern zu organisieren. Haltet Eure Performance auf Video fest und schickt sie an<br />
forget2forget – Vergesst das Vergessen!!</p>
<p>Gleichzeitig tanzen Menschen in Erfurt, Weimar, Leipzig, London, Bristol. Singapore, Taichung, Seoul, Sydney, Brisbane, Perth, Washington DC, Mexico City&#8230;</p>
<p>[youtube=http://www.youtube.com/watch?v=UrGWHniF364&amp;hl=de&amp;fs=1]</p>
<p>Mehr Informationen unter: <a href="http://www.forget2forget.com">www.forget2forget.com</a></p>
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		<title>Was haben Kunst, Politik und Biotechnologie gemeinsam?</title>
		<link>https://saugkultur.org/was-haben-kunst-politik-und-biotechnologie-gemeinsam/</link>
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		<pubDate>Fri, 24 Apr 2009 17:26:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Maxi Kretzschmar]]></dc:creator>
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		<description><![CDATA[Das bundesweite Filmfestival ueber Macht – Kontrolle, Regeln, Selbstbestimmung und das Kunsthaus Erfurt gehen dieser Frage nach. Das Kunsthaus ist lokaler Partner des Dokumentarfilms &#8220;Strange Culture/Fremdkulturen&#8221;. Der Film zeigt einen beispielslosen Fall der zeitgenössischen Kunst im Zeichen der us-amerikanischen Terrorfurcht &#8230; <a href="https://saugkultur.org/was-haben-kunst-politik-und-biotechnologie-gemeinsam/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Das bundesweite Filmfestival ueber Macht – Kontrolle, Regeln, Selbstbestimmung und das Kunsthaus Erfurt gehen dieser Frage nach. Das Kunsthaus ist lokaler Partner des Dokumentarfilms &#8220;Strange Culture/Fremdkulturen&#8221;. Der Film zeigt einen beispielslosen Fall der zeitgenössischen Kunst im Zeichen der us-amerikanischen Terrorfurcht nach dem 11. September. Im Film beschäftigt sich die Regisseurin Lynn Hershman Leeson mit der Künstlergruppe &#8220;Critical Art Ensemble&#8221; (CAE). Das CAE, 1987 von Steve Kurtz gegründet, ist ein Kollektiv von fünf Künstlern und Künstlerinnen, das die Schnittstellen von Kunst, Politik, Technologie und Kritischer Theorie erkundet. Die Arbeitsmittel &#8211; harmlose Bakterienkulturen &#8211; erregen in der Terrorfurcht die Aufmerksamkeit des FBI. Ein beispielloser Fall nimmt seinen Lauf&#8230; </p>
<p>Freitag, 24. April 2009 <br />
19.00 Uhr <br />
Kinoklub Hirschlachufer, Am Hirschlachufer 1, 99084 Erfurt <br />
Filmpartner: Kunsthaus Erfurt, Michaelisstraße 34, 99084 Erfurt, <a href="http://www.kunsthaus-erfurt.de">www.kunsthaus-erfurt.de </a></p>
<p>[youtube=http://www.youtube.com/watch?v=ikNO1ANHIQs&amp;feature=player_embedded]</p>
<p>Der Film läuft im regulären Festivalprogramm am Freitag, dem 24. April 2009, 19.00 Uhr im Kinoklub Hirschlachufer. Die Kulturwissenschaftlerin Constanze Altmann aus Berlin reflektiert aus kunstwissenschaftlicher Sicht im anschließenden Filmgespräch die medienkritische Künstlergruppe und das Gerichtsverfahren um Steve Kurtz. Moderiert wird das Film- und Publikumsgespräch von Maxi Kretzschmar, Kunstvermittlerin am Kunsthaus Erfurt. </p>
<p><!--StartFragment--></p>
<p class="MsoNormal"> </p>
<p class="MsoNormal">Mehr zum Filmfestival unter <a href="http://http://diegesellschafter.de/uebermacht/index.php">http://diegesellschafter.de/uebermacht/index.php</a> </p>
<p class="MsoNormal">Zur Filmwebsite unter <a href="http://www.strangeculture.net">www.strangeculture.net</a></p>
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		<title>Kultur schafft Werte</title>
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		<pubDate>Tue, 31 Mar 2009 22:46:23 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Maxi Kretzschmar]]></dc:creator>
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		<description><![CDATA[Im Kunsthaus Erfurt wurde Mitte März 2009 zur Podiumsdiskussion zum Thema Kulturkonzepte geladen. Ca. 50 Personen kamen. Titel: „Konzept*los – Braucht Kultur ein Konzept?“ Ziel war neben dem Erfurter auch über das Thüringer Landeskulturkonzept nachzudenken. Schlüsselfragen waren: Wie viel Konzept &#8230; <a href="https://saugkultur.org/kultur-schafft-werte/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><!--StartFragment--></p>
<p class="MsoNormal">Im Kunsthaus Erfurt wurde Mitte März 2009 zur Podiumsdiskussion zum Thema Kulturkonzepte geladen. Ca. 50 Personen kamen. Titel: „Konzept*los – Braucht Kultur ein Konzept?“ Ziel war neben dem Erfurter auch über das Thüringer Landeskulturkonzept nachzudenken. Schlüsselfragen waren: Wie viel Konzept braucht Kultur und wer soll diese Konzepte erstellen? Darf sich Politik in Kultur einmischen? Wie können kulturfreundliche Rahmenbedingungen für die Erarbeitung neuer Kulturkonzepte festgeschrieben werden? Wie können die Diskussionsprozesse aus anderen Städten berücksichtigt werden? Referenten waren Falk Elstermann, Geschäftsführer das Kulturhaus naTo Leipzig und Sprecher der Initiative Leipzig + Kultur, Prof. Kai-Uwe Schierz, Direktor der Kunsthalle Erfurt und Mitglied der AG Kulturkonzept und André Störr, Vorstitzender der Kulturinitiative Thüringen. Moderiert wurde die Expertenrunde von der freien Radio-Journalistin Hilde Weeg, die gewitzt durch den Abend führte.</p>
<p class="MsoNormal">Im Folgenden stelle ich Thesen, Zusammenhänge und Konsequenzen vor, die ich herausgehört habe.</p>
<p class="MsoNormal">Eine ökonomische Diskussion um Machbarkeit und Kompromisse im Kulturbereich hat ausgedient. Kultur hat unverkennbar einen gesellschaftlichen Wert, der im Grundgesetz festgehalten werden sollte. Daher muss sich die Verwaltung insbesondere die Kulturverwaltung als Dienstleister für (Kultur-)Politik und Multiplikator für die Meinungen der Akteure verstehen. Das Landeskulturkonzept muss dabei Rahmenvorgaben machen, auf den demografischen Wandel eingehen und Finanzen prüfen. Daraus ergibt sich der Handlungsrahmen für das Land und die Städte.</p>
<p class="MsoNormal">Eine offene und öffentliche Diskussion erhöht bei der Entwicklung eines Kulturkonzeptes den gesellschaftlichen Wert und die Relevanz, die dem Vorhaben beigemessen wird. Die Kulturpolitik und ihre Verwaltung dürfen nicht nur im Kontext der Haushaltspolitik denken, sondern die Haushaltspolitik sollte sich den Bedürfnissen der Kulturpolitik anpassen, da Kultur ein existentielles Grundbedürfnis des Menschen ist und sich nicht in Schemata pressen lässt.</p>
<p class="MsoNormal">Durch kulturelle Angebot werden Identifikationsangebote gemacht, die der Identitätsbildung des Einzelnen, von Gruppen, Städten und Ländern dienen.</p>
<p class="MsoNormal">Wenn Kultur das Nachdenken darüber ist, wie wir leben wollen, dann ist sie – im Gegensatz zum gesellschaftlichen Raum – ein Diskussionsraum um Alternativen zum aktuellen Lebensentwurf. Mit gesellschaftlichen Räumen sind beispielsweise Hobbies wie Sport und Freizeitbeschäftigungen gemeint, was klar von kulturellem Probehandeln zu scheiden ist.</p>
<p class="MsoNormal">Kultur ist eine Identifikationshilfe im Sinne des grundgesetzlichen Auftrags der BRD. Mit diesem Bewusstsein ist der Ausbruch aus der Bittstellerrolle möglich. Denn Kultur korreliert mit Erfindertum, Innovation und alternativem Denken. Kulturelles Probehandeln ermöglicht also das Agieren in Utopien und birgt auf alternativen Erfahrungswegen Erkenntnisse, die auf Persönlichkeitsstrukturen und Gesellschaftsstrukturen wirken. Die Kultur muss daher auf die Straße gebracht und vor allem niedrig schwellig angeboten werden. Beide Aspekte verweisen explizit auf die Funktionsweisen soziokultureller Arbeit. Diesem Gedanken folgend ist es unerlässlich und überaus fruchtbringend bei der Entwicklung eines Kulturkonzeptes Partizipationsangebote an die Beteiligten und die Bevölkerung zu machen, denn Manifestationen schaffen entweder Revolte oder Negation. Prinzipiell sollte die Freie Szene nicht unterschätzt werden. Freie Kulturarbeiter sind die Spezialisten für die Bedürfnisse von Menschen. Die niedrigschwelligen Angebote, die hohe Partizipationsrate und der interdisziplinäre Ansatz macht sie zu Experten. Vielmehr sollten Kulturarbeiter, Kulturpolitiker und Verwaltungsbeamte gezielt ihre spezifischen Stärken erkennen, einbauen und helfen auszubauen.</p>
<p class="MsoNormal">Der Weg ist das Ziel.</p>
<p class="MsoNormal"> </p>
<p class="MsoNormal">Maxi Kretzschmar</p>
<p><!--EndFragment--></p>
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