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	<title>SAUGKULTUR &#187; ibug</title>
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	<description>Eine Initiative gegen Kulturdepression und für freie Entfaltung kreativen Potentials</description>
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		<title>Wallcome, Urban Art!</title>
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		<pubDate>Sat, 27 Dec 2014 16:16:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Maxi Kretzschmar]]></dc:creator>
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		<description><![CDATA[Urban Art ist per se eine ortsgebundene künstlerische Intervention im öffentlichen Raum. Sie ist  eingebunden in eine spezifische urbane soziokulturelle Realität. Infrastruktur, bauliche Gegebenheiten, Geschichte des Ortes und die urbane Lebensweise sowie das aktuelle Zeitgeschehen und nicht zuletzt die Künstlerpersönlichkeit &#8230; <a href="https://saugkultur.org/wallcome-urban-art/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Urban Art ist per se eine ortsgebundene künstlerische Intervention im öffentlichen Raum. Sie ist  eingebunden in eine spezifische urbane soziokulturelle Realität. Infrastruktur, bauliche Gegebenheiten, Geschichte des Ortes und die urbane Lebensweise sowie das aktuelle Zeitgeschehen und nicht zuletzt die Künstlerpersönlichkeit beeinflussen das Werk an der Wand und im Raum. Urban Art wird entweder beauftragt, vielmehr jedoch eigeninitiativ realisiert. Sie umfasst Graffiti, Mural Art und Street Art sowie Plastik, Performance, Installations- und Medienkunst.</p>
<p>Urban Art blendet die Grenzen zwischen Kunst im Öffentlichen Raum, Kunst am Bau und Freie Kunst in Museen, Galerien und Sammlungen aus. Die Künstler tragen die Freie Kunst in den Außenraum und knüpfen damit an die Höhlenmalerei der europäischen Ureinwohner an. Sie kleben Plakate wie die alten Römer Gesetzestexte, befreien Schablonen von ihren dekorativen, später politischen Inhalten und installieren Objekte wie der Kleingärtner Gartenzwerge. In ihrer kulturellen Diversität ist Urban Art Mittler zwischen transnationalen Kulturen.</p>
<p>In der Großstadt ergänzen die Künstler aktiv die Arbeit von Stadtplanern und Architekten, Kommunalpolitikern und Quartiersmanagern, Sozialarbeitern und Kulturbeauftragten, indem sie Stadtteile zur öffentlichen Galerie erklären, die aktive Teilhabe erlaubt.</p>
<p>Urban Art spricht mit ihrer einfachen Bildsprache den lokalen Kommunikationscode und greift systemische Strukturen der lokalen Wirklichkeit auf. Urban Art ist Freie Kunst.</p>
<p>Urban Artists sind international Reisende. Ihre Galerien entstehen weltweit dank der physischen Verkehrsvernetzung und medial erweitert im Internet. Das Internet erlaubt einen Überblick über das künstlerische Gesamtwerk auf einen Klick. Die Online-Galerien entstehen partizipativ in den sozialen Medien, Blogs, Maps, Apps und auf den Websiten der Künstler.</p>
<p><strong> Urban Art im ländlichen Raum</strong></p>
<p>Die Entkopplung der Urban Art aus ihrem urbanem Setting befreit die Kunst von (Be-) Deutungsmustern, die in der komplexen Großstadtrealität wirksam werden. Weitest gehend unbeeinflusst von urbanen Kommunikationsmedien liegt der Fokus auf ortsspezifischen Bildinhalten und individuellen gestalterischen Mittel.</p>
<p>Mit der Entscheidung für den ruralen Raum emanzipieren sich Urban Artists gewissermaßen von ihrem Wirt, der Urbanität. Die Künstler entziehen sich im ruralen Setting dem vielfältigen Mix zwischen top down und bottom up verschiedener städtischer Interessengruppen und deren Omnipräsenz audiovisueller Informationensmedien. Im ländlichen Raum üben die Künstler den Schulterschluss mit der Natur und der Regionalkultur, statt sich mit mindestens kritischen wenn nicht gar politischen Positionen im Großstadtdschungel ihre Aufmerksamkeit zu erobern. Fernab steigen sie aus dem Höher, Schneller, Weiter-Spiel der lokalen Urban Galleries aus und werden Mittler zwischen urbanen und ruralen Codes.</p>
<p>Während Kunst im großstädtischen öffentlichen Raum eher einer Publikumsmesse für alle gleicht, hat der rurale Raum fast Offspace-Charakter: Die Künstler erklären den Ort zum Kunstort und nehmen die direkte soziokulturelle Umwelt mit. Ihre Partner sind die kommunale Verwaltung, Heimathistoriker, Vereine und Akteure der Zivilgesellschaft.</p>
<p>Die Kleinstadt bekommt keinen musealen Elfenbeinturm, keine informationsverdichtete Urban Gallery, die irgendwo zwischen Freier Kunst, Graffiti, Street Art und Werbung changiert. Sie bekommt Urban Art in ihrer Reinform, eine identitätsstiftende städtische Galerie.</p>
<p>Die Künstler begeben sich auf bildnerische Ortskunde, richten Spots auf vergessene Orte, Knotenpunkte der Stadtgeschichte. Sie öffnen mit ihrer künstlerischen Intervention einen Kommunikationsraum, der mit den gesprochenen Worten und der geformten Farbe gefüllt auf geographische Besonderheiten, Lokal- und Regionalgeschichte, sowie auf die soziokulturellen wie sozioökonomischen Situation und die persönliche Beziehung zwischen reisendem Künstler und Einheimischen verweist.</p>
<p>Durch die kollaborative Arbeitsweise entsteht eine zeitgenössische interkulturelle Art der Volkskunst mit lokal wie global lesbarer Bildsprache und Bildinhalten. So entsteht Kunst, die die lokale Realität in global bekannte Codes verwandelt, und authentische Monumente durch das Kunstwerk auszeichnet: Das eigene Haus, das des Nachbarn, die Schule und in Gänze die gesamte Stadt und die Region.</p>
<p>Denn die Künstler küssen mit ihren Werken meist in Vergessenheit geratene Kulturgüter und ganze Landstriche wach, die durch industriellen und demographischen Wandel umfangreichen Veränderungen ausgesetzt sind. Urban Art lenkt die Aufmerksamkeit vor Ort auf den Dialog zwischen Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft. Durch die mediale Erweiterung wird die Stadt zu einem zeitgenössischem interdisziplinären Gesamtkunstwerk.</p>
<p>Das Geheimnis? Back to the roots, think global, act local und Gastfreundschaft! Wallcome, Urban Art!</p>
<p>Autorin: Maxi Kretzschmar, Kunst- und Kulturmanagerin</p>
<p>Projekte:<br />
<a href="http://Kristin%20Klitzke/Christian Schmidt: Street Art – Legenden zur Straße. Berlin, 2009." target="_blank">www.ibug-art.de</a><br />
<a href="http://www.wallcome.de" target="_blank">www.wallcome.de</a></p>
<p>Lieraturtipp:<br />
Kristin Klitzke/Christian Schmidt: Street Art – Legenden zur Straße. Berlin, 2009.</p>
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		<title>Transformation der Industrie</title>
		<link>https://saugkultur.org/transformation-der-industrie/</link>
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		<pubDate>Wed, 29 Oct 2014 11:03:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Maxi Kretzschmar]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[2014]]></category>
		<category><![CDATA[Kulturjournalismus und PR]]></category>
		<category><![CDATA[b.r.a.i.n.]]></category>
		<category><![CDATA[blickwinkel]]></category>
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		<description><![CDATA[Das Urban Culture Festival IBUg (Industriebrachenumgestaltung) in Trägerschaft des gemeinnützigen Vereins KulturTragWerk e.V. verwandelt Relikte des Industriezeitalters zu temporären Gesamtkunstwerken und begleitet den Wandel von der Industriekultur hin zur Kulturindustrie. Bei dem jährlich von dem IBUg-Team organisierten Kunstfestival werden Industriebrachen &#8230; <a href="https://saugkultur.org/transformation-der-industrie/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Das Urban Culture Festival IBUg (Industriebrachenumgestaltung) in Trägerschaft des gemeinnützigen Vereins <a href="http://kulturtragwerk.de/" target="_blank">KulturTragWerk e.V.</a> verwandelt Relikte des Industriezeitalters zu temporären Gesamtkunstwerken und begleitet den Wandel von der Industriekultur hin zur Kulturindustrie.<br />
Bei dem jährlich von dem IBUg-Team organisierten Kunstfestival werden Industriebrachen in Westsachsen, dem Manchester des Ostens, für die internationale Graffiti-, Street Art- und Medienkunstszene geöffnet.<br />
Der Verein setzt damit in einer Region, die durch industriellen und demographischen Wandel umfangreichen Veränderungen ausgesetzt ist, Impulse im kreativen Umgang mit der Vergangenheit und öffnet damit den Blick für Neues. Im kollaborativen Experiment mit Bildkulturen, Genres, Materialien und Techniken entsteht ortsspezifische Kunst, welche die Geschichte und Architektur der Brache aufgreift, aktuelles Zeitgeschehen spiegelt und verlassenen Mauern neues Leben einhaucht.<br />
Die IBUg verwandelt Zeugen der sächsischen Industriekultur zu temporären Gesamtkunstwerken und einem einzigartigen Festivalgelände, wo urbane Kultur in Mode, Film, Musik, Design und Kunst gelebt wird.</p>
<p>Autorin: Maxi Kretzschmar im <a href="http://www.brain-biotech.de/blickwinkel" target="_blank">Blickwinkel</a>, Unternehmensperiodikum der Brain AG<br />
<a href="http://www.ibug-art.de" target="_blank">www.ibug-art.de</a></p>
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		<title>Urbane Kunst, Steckdosengesichter und neue alte Räume&#8230;</title>
		<link>https://saugkultur.org/urbane-kunst-steckdosengesichter-und-neue-alte-raume/</link>
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		<pubDate>Tue, 04 Jun 2013 09:29:50 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Maxi Kretzschmar]]></dc:creator>
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		<description><![CDATA[Es gibt Kunst im öffentlichen Raum, Kunst am Bau und Freie Kunst. Die Vorreiter heutiger Kulturpolitiker haben im Zuge der Modernisierung seit der Aufklärung diese Unterscheidung eingeführt. Die Freie Kunst entwickelt sich seither prächtig in Museen, Galerien und Kunsträumen in &#8230; <a href="https://saugkultur.org/urbane-kunst-steckdosengesichter-und-neue-alte-raume/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><em>Es gibt Kunst im öffentlichen Raum, Kunst am Bau und Freie Kunst.</em></p>
<p>Die Vorreiter heutiger Kulturpolitiker haben im Zuge der Modernisierung seit der Aufklärung diese Unterscheidung eingeführt. Die Freie Kunst entwickelt sich seither prächtig in Museen, Galerien und Kunsträumen in Stadt und Land. Eine Avantgarde löst die andere ab, der Pluralismus in den Kunstströmungen entsteht. Inhaltliche und institutionelle Verzweigungen und Vernetzungen werden in Deutschland wie in keinem anderen europäischen Land gefördert. Schließlich hat sich Deutschland seit Goethe und Schiller zu einer Nation entwickelt, die sich über ihre Kunst- und Kulturgüter definiert. Kunst hat gesellschaftlichen Wert, vor allem Kunst im öffentlichen Raum. Bauherren öffentlicher Gebäude müssen einen bestimmten Prozentsatz der Baukosten in Kunst am Bau investieren, Kunst im öffentlichen Raum hingegen wird durch kommunale Ausschreibungen befördert. Die künstlerische Freiheit allerdings ist weit entfernt. Künstlerische Eigeninitiative ist nicht vorgesehen und Privatbesitzer investieren Unsummen in die Befreiung ihres Besitzes von &#8220;Graffitischmierereien&#8221;. So weit der Ist-Zustand. (Was ist, wenn es keine Grenzen gäbe zwischen den Kunstorten, wie es bis zur Aufklärung der Fall war?)</p>
<p>Urbane Kunst blendet diese Grenzen aus. Die Künstler tragen die Freie Kunst in den öffentlichen Raum, sie malen und ritzen Figuren, wie es die Ureinwohner Europas in Höhlen taten. Sie kleben Plakate wie die alten Römer, befreien Schablonen von ihren dekorativen, später politischen Inhalten und installieren Objekte wie der Kleingärtner Gartenzwerge. Sie ergänzen aktiv die Arbeit von Stadtplanern und Architekten, Kommunalpolitikern und Quartiersmanagern, Sozialarbeitern und Kulturbeauftragten, indem sie die Stadt zur Galerie erklären.</p>
<p>Urban Art gibt Stadtteilen ein Gesicht, das freundlich lächelnd zum Gespräch einlädt. Im Gegensatz zu Graffiti, das als popkulturelles Phänomen seit den 1980er Jahren die westliche Welt mit großen und kleinen Schriftzügen (Styles und Tags) und Figuren (Characters) überzieht, deren Bedeutung sich nur Eingeschworenen erschließt, als Sachbeschädigung bewertet gesellschaftlich geächtet wird, spricht urbane Kunst (Urban Art) mit ihrer meist einfachen Bildsprache den lokalen Kommunikationscode und greift soziale und architektonische Strukturen der lokalen Wirklichkeit auf. Sie bedient sich der Mittel der Werbeindustrie, bevor sie im Prozess einer offiziellen Kunst-Ausschreibung an Kraft verliert. Urban Art ist Freie Kunst.</p>
<p>In Westsachsen gibt es – wie in vielen ostdeutschen Städten, in denen ehemals eine produzierende Industrie existiert hat – sehr viele brachliegende Industriebetriebe und Fabriken, an denen niemand mehr Interesse hat und welche so einem langsamen Verfall ausgesetzt sind. Diese Brachen sind der ideale Ausgangspunkt für eine besondere Form der Urban Art: hier treffen bauliche Zerfallsprozesse gepaart mit ungeplanten Renaturalisierungsprozessen und regional-geschichtliche Bedeutung auf kreative Neuschöpfungen. Marode Produktionsräume werden neu gedeutet, gestaltet und zumindest temporär wiederbelebt. Relikte vergangener Alltäglichkeiten werden integriert, sich aber nicht von diesen abhängig gemacht. Die freie Kunst trifft sich – losgelöst von Galerie- und Kunstmarktmechanismen – mit der Bevölkerung, in dem sie deren ehemalige Arbeits- und auch Lebensmittelpunkte in etwas Lebendiges verwandelt.</p>
<p>Dennoch kann man kaum in Worte kleiden, was da alljährlich passiert: Alte Balken werden zu Pferden, Fenster zu Bilderrahmen, Steckdosen zu Gesichtern, kurz: Die Überbleibsel der Industriegesellschaft werden zu urbanen Kunstobjekten. Die IBUg stellt in einer Region, die den demografischen und gesellschaftlichen Wandel seit der Wende radikal erleben musste (vom wirtschaftsstarken &#8220;Manchester des Ostens&#8221; zu einer Abwanderungsregion), einen wichtigen Identifikationswert dar. Schließlich sind es die Brachen, in denen ein Gros der Bevölkerung einen erheblichen Teil ihres Arbeitslebens verbracht hat und die von Künstlern nun das letzte, schönste Kleid auf den Leib geschneidert bekommen. Es ist doch ein erhebender Moment, wenn Enkel und Großeltern den Eingang passieren und gemeinsam durch eine Kunst-Brache gehen, die so vielschichtige Geschichten erzählt, dass Alter keine Rolle mehr spielt. War es früher die Industrie, die den Ton angab, ist es heute einmal jährlich die Kunst, die eine ganze Stadt in helle Aufregung versetzt.</p>
<p>Zone56, Künstler und Teammitglied der IBUg, glaubt: „&#8230;dass es eine Stimmung in den Gemäuern gibt. Da vor vielen Jahren in solchen Gebäuden Hochkonjunktur herrschte, bekommt man das als Künstler mit oder kann es zumindest erahnen, wenn man eine Weile dort am Werk ist.</p>
<p>Die Architektur, der Verfall, das Ambiente gibt den Anreiz, etwas zu machen, das diese Einflüsse widerspiegelt. Wenn man das erste Mal die Hallen betritt, denkt man, eigentlich könnte alles so bleiben, wie es ist. Es ist schon ‚Kunst’. Ich hoffe, die eingeladenen Künstler – egal aus welchem Land – werden das spüren und in ihre Kunst mit einfließen lassen.“ Und sie tun es, Jahr für Jahr!</p>
<p>Projekte wie die IBUg sind ohne Gelder aus der Wirtschaft und breite Unterstützung eines gut funktionierenden Netzwerks nicht möglich. Vertrauen ist dabei das höchste Gut. Immerhin laden die Organisatoren internationale Künstler in eine Brache ein, die nicht selten zum Abriss freigegeben ist – Fluch und Segen zugleich.  Segen, weil in diesem Niemandsland aus Unkraut und funktionslosen Mauern freie Kunstproduktionen, die mit Raum und Geschichte des Geländes spielen, möglich sind. Alle Kunstwerke können bleiben, kein Nagel muss entfernt werden, keine Wand muss stehen bleiben. Die Kunst nimmt sich den Raum, den sie braucht und die Künstler können ihrem kreativen Geist folgen. Die Themen sind frei aber nicht egal. Es liegt ein Spirit in der Luft, der die Künstler zusammenhält und bei organisiertem Chaos das Gesamtkunstwerk IBUg ermöglicht.</p>
<p>Fluch, weil jahrelange Arbeit notwendig ist, um das Vertrauen herzustellen. Immerhin kaufte die Stadt Meerane jahrelang die Brachlandschaften, entwickelte mit den Organisatoren gemeinsam ein temporäres Nutzungskonzept und unterstützte, wo sie kann. Und dennoch ist die Realisierung des Projektes alljährlich eine Hängepartie. Abgelegen vom Zentrum öffentlichen Interesses müssen Förderer und Sponsoren überzeugt werden. Ohne ein über Jahre gewachsenes Netzwerk aus Privatpersonen, regionalen und überregionalen Unternehmen und Kulturträgern, den Stadtverwaltungen und einem eingeschworenen Team wäre die IBUg nicht nur aus finanzieller Sicht undenkbar.</p>
<p>Umso schöner ist daher die Entwicklung. Einst ein reiner Szenetreff, wurde das Projekt inzwischen in eine nichtöffentliche Kreativphase mit Künstlern aus dem In- und Ausland sowie eine Präsentationsphase unterteilt. Dieses Konzept hat sich bewährt und wird ständig weiterentwickelt. 2012 kamen fast 5.000 Besucher in den ehemaligen Glauchauer Schlachthof.</p>
<p>Spontane Konzerte mit den Besuchern, Performances, Führungen und Malaktionen fanden statt. Ein Rahmenprogramm mit Kino, IBUg-inspirierter Mode, Vorträgen und einer Diskussionsrunde zu Kunst im öffentlichen Raum und Umnutzungskonzepten, einer IBUg-Kneipe, in der Einheimische und Zugereiste an einem Tisch sitzen, und einem Urban Art Markt begleiten die Ausstellung. Ausstellung? Eine Ausstellung wird nicht wirklich geboten, vielmehr ein Gesamtkunstwerk, das nie fertig ist und – auch während des Festivals – zum Gestalten einlädt. IBUg your life and get together!</p>
<p>Autorin: Maxi Kretzschmar, Kunst- und Kulturmanagerin für Broschüre IBUg 2013<br />
<a href="http://www.ibug-art.de" target="_blank">www.ibug-art.de</a></p>
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		<title>Saugkultur supports IBUg </title>
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		<pubDate>Mon, 21 May 2012 00:17:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Maxi Kretzschmar]]></dc:creator>
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		<description><![CDATA[Pfingsten 2012 reist eine Delegation Leipziger Urban Artists und die IBUg Family nach Hamburg, um gemeinsam mit Hamburger Artists dem ältesten Stadtteil, das Gängeviertel, ein neues Sommerkleid zu malen. Wie Dolce &#38; Gabbana, H &#38; M und C &#38; A &#8230; <a href="https://saugkultur.org/saugkultur-supports-ibug/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://saugkultur.org/wp-content/uploads/2012/05/HH-Le_Gaengeviertel_20121.jpg"><img class="alignnone" src="http://saugkultur.org/wp-content/uploads/2012/05/HH-Le_Gaengeviertel_20121.jpg" alt="" width="100%"/></a></p>
<p>Pfingsten 2012 reist eine Delegation Leipziger Urban Artists und die IBUg Family nach Hamburg, um gemeinsam mit Hamburger Artists dem ältesten Stadtteil, das Gängeviertel, ein neues Sommerkleid zu malen. Wie Dolce &amp; Gabbana, H &amp; M und C &amp; A werden Künstler aus Le und HH eine kreative Koalition auf Zeit eingehen, kulturelle Bildelemente aus den beiden Städten in exquisiter Kombination an die Wand bringen und den künstlerischen Ton auf den Laufstegen der Straße für diesen Sommer angeben.</p>
<p>Nachdem die Künstler beider Städte in Leipzig bereits das IBUg Betriebssystem LeHH entwickelt haben, ist IBUg ♥ Gängeviertel der Gegenbesuch der Leipziger in Hamburg.</p>
<p>Artists<br />
Die Familie ♥<br />
Threehouse Le<br />
Gab Le<br />
Rebelzer HH<br />
Los Piratoz HH<br />
Stuka HH<br />
Zonenkinder HH<br />
Christian Rug Le<br />
La Bohéme Le<br />
Kim-Fabian von Dall´Armi und Ricarda Johanna Schwarz<br />
Bobby Analog HH<br />
Moon 66 HH<br />
Koolski HH<br />
1010 HH<br />
Holzweg HH<br />
Funk 25 HH<br />
CHR15 Le<br />
Akruel Le<br />
Xin Nix Le<br />
Nexus Le</p>
<p><a href="http://www.ibug-art.de">www.ibug-art.de</a><br />
<a href="http://www.betriebsausflug.cc">www.betriebsausflug.cc</a><br />
<a href="http://www.das-gaengeviertel.cc">www.das-gaengeviertel.cc</a></p>
]]></content:encoded>
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		<title>IBUg Betriebssystem LeHH</title>
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		<pubDate>Wed, 18 Apr 2012 06:46:39 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Maxi Kretzschmar]]></dc:creator>
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		<description><![CDATA[Leipziger und Hamburger Künstler/Künstlercrews treten in den künstlerischen Dialog und entwickeln in den Räume im Verwaltungsgebäude des ENERGIEkombinats Böhlitz-Ehrenberg in Kleinparis Leipzig das IBUg Betriebssystem LeHH. Betriebssystem Le wird durch Leipziger Künstler entwickelt, deren Produktionsphase mit einer Vernissage abgeschlossen wird. &#8230; <a href="https://saugkultur.org/ibug-betriebssystem-lehh/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Leipziger und Hamburger Künstler/Künstlercrews treten in den künstlerischen Dialog und entwickeln in den Räume im Verwaltungsgebäude des ENERGIEkombinats Böhlitz-Ehrenberg in Kleinparis Leipzig das IBUg Betriebssystem LeHH.<br />
<iframe src="http://player.vimeo.com/video/62298222" frameborder="0" width="640" height="400"></iframe><br />
Betriebssystem Le wird durch Leipziger Künstler entwickelt, deren Produktionsphase mit einer Vernissage abgeschlossen wird. Betriebssystem HH ist eine Weiterentwicklung von Betriebssystem Le durch Hamburger Künstler. Die Finissage präsentiert die Entwicklung von der künstlerischen Lochkarte über das synästhetische Apple Mac OS X und das linientreue Linux hin zum finalen IBUg Betriebssystem LeHH. Die Zukunft kann kommen!</p>
<p>&#8212;&#8212;-<br />
Künstler<br />
&#8212;&#8212;-</p>
<p>Verstyler Le <a href="http://www.verstyler.de/" rel="nofollow nofollow" target="_blank">www.verstyler.de</a><br />
Zonenkinder HH <a href="http://www.zonenkinder.blogsport.de/" rel="nofollow nofollow" target="_blank">www.zonenkinder.blogsport.de<wbr></wbr></a><br />
Christian Rug Le <span class="text_exposed_show"><a href="http://www.walk-the-line.eu/" rel="nofollow nofollow" target="_blank">www.walk-the-line.eu</a></span><br />
Leif Lobinsky Le<br />
Threehouse Le <a href="http://www.threehouse.de/" rel="nofollow nofollow" target="_blank">www.threehouse.de</a><br />
dial Le<br />
Zone56 GC <a href="http://www.zone56.de/" rel="nofollow nofollow" target="_blank">www.zone56.de</a><br />
Flamat Le <a href="http://flamat.de/" rel="nofollow nofollow" target="_blank">http://flamat.de/</a><br />
Gab, Jolly Fellow, Minka, Lower, La Bohème Le <a href="http://streetfiles.org/jolly-fellow" rel="nofollow nofollow" target="_blank">http://streetfiles.org/<wbr>jolly-fellow</wbr></a><br />
Rebelzer HH <a href="http://www.rebelzer.com/" rel="nofollow nofollow" target="_blank">www.rebelzer.com</a><br />
Los Piratoz HH <a href="http://www.los-piratoz-buch.net/" rel="nofollow nofollow" target="_blank">www.los-piratoz-buch.net</a><br />
Stuka HH <a href="http://mueckner.com/" rel="nofollow nofollow" target="_blank">http://mueckner.com/</a><br />
Maxi Kretzschmar Le <a href="http://www.saugkultur.org/" rel="nofollow nofollow" target="_blank">www.saugkultur.org</a><br />
Tshunc Le <a href="http://www.tshunc.de/" rel="nofollow nofollow" target="_blank">www.tshunc.de</a><br />
Help Meerane<br />
Tasek HH <a href="http://tasek.de/" rel="nofollow nofollow" target="_blank">http://tasek.de/</a><br />
Kim-Fabian von Dall´Armi HH</p>
<p>Vernissage Le: Freitag, 20. April 2012, 20.00 Uhr<br />
Vernissage HH &#8211; Freitag, 27. April 2012, 20.00 Uhr<br />
Finissage LeHH- Freitag, 4. Mai 2012, 20.00 Uhr<br />
Ausstellungszeitraum Le: 21./22. April 2012, 15.00 bis 19.00 Uhr<br />
Ausstellungszeitraum HH: 28./29. April 2012, 15.00 bis 19.00 Uhr</p>
<p>Kooperationspartner: Betriebsausflug Leipzig Hamburg, Le Wert, ENERGIEkombinat<br />
Mehr Informationen unter <a href="http://www.ibug-art.de/" rel="nofollow nofollow" target="_blank">www.ibug-art.de</a></p>
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		<title>IBUg – Industriebrachenumgestaltung</title>
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		<pubDate>Fri, 19 Aug 2011 09:05:44 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Maxi Kretzschmar]]></dc:creator>
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		<category><![CDATA[Kulturjournalismus und PR]]></category>
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		<category><![CDATA[industriebrachenumgestaltung]]></category>
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		<description><![CDATA[Urbane Kultur im ländlichen Raum Wenn verlassene Fabriken neue Farben auf die alten Mauern bekommen, Ingenieurbüros zu Ateliers werden und Dampfkessel zu Installationen, dann ist IBUg-Zeit in Westsachsen. IBUg steht dabei für Industriebrachenumgestaltung und ist ein Projekt einer losen Initiative &#8230; <a href="https://saugkultur.org/ibug-industriebrachenumgestaltung/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Urbane Kultur im ländlichen Raum</p>
<p>Wenn verlassene Fabriken neue Farben auf die alten Mauern bekommen, Ingenieurbüros zu Ateliers werden und Dampfkessel zu Installationen, dann ist IBUg-Zeit in Westsachsen.</p>
<p>IBUg steht dabei für Industriebrachenumgestaltung und ist ein Projekt einer losen Initiative um den Graffitikünstler Tasso. Begonnen hat die IBUg vor sechs Jahren als inoffizielle Veranstaltung. „In Meerane gibt es – wie in vielen ostdeutschen Städten, in denen ehemals eine produzierende Industrie existiert hat – sehr viele brachliegende Industriebetriebe und Fabriken, an denen niemand mehr Interesse hat und welche so einem langsamen Verfall ausgesetzt sind. Auf der ständigen Suche nach Flächen zur Nutzung für legales Graffiti stieß ich bei unseren Verantwortlichen – insbesondere Bürgermeister Prof. Ungerer – auf offene Ohren“, erinnert sich Initiator Tasso. Der Grundstein war gelegt, und seither pilgern jedes Jahr Künstler der Urbanen Kunst und Kultur nach Meerane, in eine Stadt, die geprägt war von der Textilindustrie und deren Fabriken heute verlassen stehen. Kunstförderung, kulturelles Bildungsangebot, internationales Szene-Event – all das ist die IBUg, und dennoch kann man nicht in Worte kleiden, was da alljährlich in Westsachsen passiert: Alte Balken werden zu Pferden, Fenster zu Bilderrahmen, Steckdosen zu Gesichtern, kurz: ungewollte Relikte der Industriegesellschaft zu Kunst für die Kulturgesellschaft. Zone56 , Künstler und Teammitglied der IBUg, glaubt: „&#8230;dass es eine Stimmung in den Gemäuern gibt. Da vor vielen Jahren in solchen Gebäuden Hochkonjunktur herrschte, bekommt man das als Künstler mit oder kann es zumindest erahnen, wenn man eine Weile dort am Werk ist. Die Architektur, der Verfall, das Ambiente gibt den Anreiz, etwas zu machen, das diese Einflüsse widerspiegelt. Wenn man das erste Mal die Hallen betritt, denkt man, eigentlich könnte alles so bleiben, wie es ist. Es ist schon ‚Kunst’. Ich hoffe, die eingeladenen Künstler – egal aus welchem Land – werden das spüren und in ihre Kunst mit einfließen lassen.“ Und sie tun es, Jahr für Jahr!</p>
<p>Projekte wie die IBUg sind ohne Gelder aus der Wirtschaft und breite Unterstützung eines gut funktionierenden Netzwerks nicht möglich. Vertrauen ist dabei das höchste Gut. Immerhin laden die Organisatoren internationale Künstler in eine Brache ein, die nicht selten zum Abriss freigegeben ist – Fluch und Segen zugleich. Segen, weil in diesem Niemandsland aus Unkraut und funktionslosen Mauern freie Kunstproduktion möglich ist. Alle Kunstwerke können bleiben, kein Nagel muss entfernt werden, keine Wand muss stehen bleiben. Die Künstler können ihrem kreativen Geist in der Gestaltung von Installationen folgen, die Themen sind frei. Fluch, weil jahrelange Arbeit notwendig ist, um das Vertrauen herzustellen. Immerhin kaufte die Stadt Meerane jahrelang die Brachlandschaften, entwickelt mit den Organisatoren gemeinsam ein temporäres Nutzungskonzept und unterstützt, wo sie kann. Und dennoch ist die Realisierung des Projektes alljährlich eine Hängepartie. Abgelegen vom Zentrum öffentlichen Interesses müssen Förderer und Sponsoren überzeugt werden. Ohne ein über Jahre gewachsenes Netzwerk aus Privatpersonen, regionalen und überregionalen Unternehmen und Kulturträgern, der Stadtverwaltung und dem eingeschworenen Team wäre die IBUg nicht nur aus finanzieller Sicht undenkbar.</p>
<p>Umso schöner ist daher die Entwicklung. Einst ein reiner Szenetreff, wurde das Projekt inzwischen in eine nichtöffentliche Kreativphase mit Künstlern aus dem In- und Ausland sowie eine Präsentationsphase unterteilt. Dieses Konzept hat sich bewährt und wird ständig weiterentwickelt. 2010 kamen mehr als 2.000 Besucher in ein umgestaltetes Palla-Werk . Spontane Konzerte mit den Besuchern, Performances, Führungen und Malaktionen mit den Künstlern fanden statt. Seit 2011 wächst die IBUg zu einem Festival für urbane Kultur. Ein Rahmenprogramm mit Kino, durch die Brache inspirierte Mode, Vorträgen zu Kunst im öffentlichen Raum und Umnutzungskonzepten, einer IBUg-Kneipe, wo Einheimische und Zugereiste an einem Tisch sitzen, und einem Urban Art Markt begleiten die Ausstellung. Ausstellung? Eine Ausstellung wird nicht wirklich geboten, vielmehr ein Gesamtkunstwerk, das nicht fertig ist und – auch während des Festivals – zum Gestalten einlädt.</p>
<p>Auch wenn die IBUg ein Jahresprojekt ist, stellt sie in einer Region, die den demografischen und gesellschaftlichen Wandel seit der Wende radikal erleben musste (vom wirtschaftsstarken Manchester des Ostens zu einer Abwanderungsregion), einen wichtigen Identifikationswert dar. Schließlich sind es immer noch die Brachen, in denen ein Gros der Bevölkerung einen erheblichen Teil seines Arbeitslebens verbracht hat und die von Künstlern nun das letzte, schönste Kleid auf den Leib geschneidert bekommen. Es ist doch ein erhebender Moment, wenn Enkel und Großeltern den Eingang passieren und gemeinsam durch eine Kunst-Brache gehen, die so vielschichtige Geschichten erzählt, sodass das Alter keine Rolle mehr spielt. War es früher die Industrie, die den Ton angab, ist es heute einmal jährlich die Kunst, die eine ganze Stadt in helle Aufregung versetzt. IBUg your life!</p>
<p>Maxi Kretzschmar in <a href="http://www.soziokultur.de/bsz/node/23" target="_blank">SOZIOkultur 2-13</a><br />
<a href="http://www.ibug-art.de" target="_blank">www.ibug-art.de</a></p>
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