Komm ins KoCA Inn

Ein tolles Projekt steht in den Startlöchern:

24 Stunden/14 Tage
Besetzung des Kiosk of Contemporary Art
Eröffnung und Brasilianische Küche: 8. Juli 2009, 18.00 Uhr
Lecture “Urban Bodygraphies”: 13. Juli 2009
Finissage und Thüringer Grill: 21. Juli 2009, 18.00 Uhr

KoCA Inn soll ein Lebensraum werden, der eine Vielfalt an Möglichkeiten bietet: ein Mini-Hotel, eine mobile Küche und einen Tauschbörse, einen Showroom, Lounge mit Tanzfläche, sowie einen Schwarzmarkt für interessante Fähigkeiten und (un)nützes Wissen, einen Konferenzraum und einen Spielsalon, einen Strand mit Spielplatz und Touristenbüro.

Alles optimiert auf eine Fläche von 62 qm!!

Die improvisierte, prekäre, großteils wiederverwendete und niemals fertige Struktur des KoCA inn macht den Kiosk und sein direktes Umfeld zu einem Dispositiv, die Konsumkultur, wie auch die Sicherheit und Vorhersehbarkeit des hiesigen öffentlichen Raumes zu diskutieren. Mit einem dichten Programm aus unterschiedlichsten Aktionen und durch spontane und organisierte Mithilfe der Öffentlichkeit soll die Kiosk-Kreuzung zur offenen, informellen Plattform.

Mehr Informationen unter koca-inn.kiosk09.de

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Kultur ist systemrelevant

Ein Manifest? “In den letzten Jahrzehnten wurde wir daran gewöhnt, an die Doktrin “Mehr privat, weniger Staat” zu glauben. In jüngster Zeit jedoch lauten die Forderungen der Privatwirtschaft gerade umgekehrt: mehr Staat und weniger privat. Die so genannte Krise hat … Weiterlesen

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Eine Brücke aus Fenstern

(Ausstellungstext)

FENSTERBRÜCKE: Mauern öffnen, Brücken schlagen!
zur Ausstellung: Tanz auf dem Vulkan

Zwischen dem Arbeitsamt Weimar und dem ehemaligen Schlachthof der Stadt entspannt sich eine Brücke aus Fenstern, Backsteinen und Holzlatten. Sie führt direkt in die seit 2008 temporär für Ausstellungsprojekte genutzte Brache, wo früher Schlachtbanken und Kühltruhen den Raum gliederten. Die ursprüngliche Funktion des Gebäudes spielt für die Ausstellungsmacher eine besondere Rolle: Schlachthof – Wer schlachtet was? Wer schlachtet wen? Und wer wird ausgeschlachtet? Im Zusammenhang mit der jährlich statt findenden Präsentation der Bauhaus Universität, die in Weimar Summaery heißt und 2009 „Alles Gute“ der Studierenden präsentieren will, sind diese Fragen wohl berechtigt. Und eine gläserne Brücke kann womöglich bei diesen Fragen Abhilfe schaffen…
Wenn eine Brücke gebaut wird, dann weil das Überwinden eines Tales Mühe macht. Über die Zeit haben sich verschiedene Formen entwickelt: Von der Hängebrücke aus Tau und Ästen bis zur Vollstahlbrücke hat sich ein breites Spektrum heraus gebildet. Die Brücke aus Fenstern ist neu, aber eng verwandt mit der Fachwerkbrücke, die vor allem durch das Zusammenspiel von Zug und Druck funktioniert. Sie wird auf Grund ihrer hohen Belastbarkeit vor allem für Eisenbahnstrecken eingesetzt. Am alten Schlachthof ist die Brücke im doppelten Sinne ihrer Funktion beraubt: Weder ist sie begehbar geschweige denn belastbar noch überbrückt sie ein konkretes Hindernis. Die Fragilität des Materials Glas hindert daran, sich auf den Weg zu machen. Und der Besucher wird gezwungen neben der Brücke das abstrakte Hindernis ohne Hilfsmittel zu überqueren. Das ist die einzige Möglichkeit, um in den Ausstellungsraum zu gelangen. Eine Eisenbahn ist auch weit und breit nicht zu sehen… Also nebenher laufen!?
Die Brücke entspannt sich von Boden zu Boden, den sie gleichsam überbrückt. Pfähle aus Backstein und Holzlatten halten sie im höchsten Punkt auf ca. 1,20 m. Der reißende Strom oder die Ilm bleiben aus. Gras und Unkraut bedeckt den ebenen Boden und die Brücke beides. Beim Gang neben der Brücke kommen die Fragen: Warum eine Brücke, die nichts zu überbrücken hat? Warum führt sie in einen Innenraum? Warum Fenster? Warum hier?
Ob die Brücke tatsächlich nichts überbrückt, ist zu bezweifeln. „Grüne Wiese“ und „blühende Landschaften“ müssen mühevoll zu Fuß durchschritten werden, um zum Ziel zu gelangen. Die Herkunftsorte der Fenster sind Opfer der Wende und der Wiedervereinigung beider deutschen Staaten. „Mauern öffnen, Brücken schlagen!“ und Aufbruch hin zum Westen waren Programm. Dass diese Entwicklung mit dem Wegbruch bestehender industriellen Strukturen einher ging, wurde spät erkannt und ein Umlenken kaum möglich. Vis a Vis zum ehemaligen Schlachthof wurde beispielsweise in den 1990er Jahren Thüringens „modernste Schlacht-, Zerlegungs- und Verwurstungsbetrieb“ errichtet. „Mauern öffnen, Brücken schlagen!“ versinnbildlicht den andauernden Prozess des Zusammenwachsen der deutschen Staaten und den Umgang mit vorhandenen Ressourcen.
Im Zusammenhang mit dem Ort, der Einbettung in die Jahresausstellung Summaery, den Umständen der Ausstellung und der exponierten Lage der Brücke im Eingangsbereich wird sie auch zum Sinnbild des Studiums an deutschen (Kunst-) hochschulen und den damit verbundenen Auswirkungen auf die Studierenden. Nicht nur die Studienzeit gleicht dem permanenten Hin und Her auf der gläsernen Brücke: Entscheidungen werden zwischen einem „Entweder … oder …“ gefällt und das auf unsicherem, obgleich potentiell transparentem Boden. Zwischen Arbeitsamt und Schlachtbank fällt die Orientierung schwer!
Die technische Meisterleistung des VEB Patermann im Brückenbau lässt also unterschiedliche Interpretationen zu, provoziert sie gar. Eines ist sicher, die Glasbrücke ist dem Menschen keine Hilfe. Sie wirft Fragen auf, ohne Antworten zu liefern. Sie öffnet Denkräume ohne Fluchtpläne. Sie täuscht Leichtigkeit vor und wiegt statt dessen schwer wie Blei. Und das ohne Netz und doppelten Boden.

Mehr Informationen unter lucianpatermann.blogspot.de

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below the line sein

Am Freitag öffnet sich das Streetart-Projekt below the line dem Erfurter Publikum.
Eine Woche haben Erfurter Straßenkünstler und Szeneasten das ehemalige Innenministerium gestaltet, die Mauern zwischen Straße und Brache mittels Farbe buchstäblich abgetragen. Mit Licht im Dunkeln und dem Fokus auf das Phänomen Streetart, urbane Kommunikation und Ästhetik ist es Ziel und Anliegen, die Verhandlung des öffentlichen Raums und ungenutzter Flächen voranzutreiben, die Diskussion diesbezüglich anzuheizen und der Jugendkultur Raum zu geben. Mit fettem Programm aus Konzert, Multimedia, Vortrag, Film, Walks, Kurzfilmwanderung…

Ausstellungseröffnung: 12. Juni 2009, 20.00 Uhr
Ausstellungsdauer: 16. Juni bis 10. Juli 2009, 12 bis 18.00 Uhr
Ehemaliges Innenministerium, Heinrich-Mann-Straße 11, Erfurt
Mehr Informationen unter www.kunsthaus-erfurt.de

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Meine Kultur – Aktionswochen für Soziokultur in Thüringen 2009

Vom 15. bis 29. August 2009 machen die Mitglieder der LAG Soziokultur Thüringen und zahlreiche Künstler die Vielfalt und Buntheit der Thüringer (sozio-)kulturellen Szene authentisch und erlebnisreich im wahrsten Sinne des Wortes erfahrbar.

Jenseits der üblichen Kulturpfade geht es in drei unterschiedlichen Meine Kultur – Traumtouren mit dem RiwA-Bus quer durch Thüringen.
Die Touren stehen jeweils unter einem eigenen Motto, die unterwegs mit theatralischen und musikalischen Akzenten auf originelle Art und Weise in Szene gesetzt werden. Sie führen an verschiedene Orte (sozio-) kulturellen Schaffens im Osten, im Norden und im Zentrum Thüringens, zu den Zauberern und Visionären, die jeden Tag aufs Neue Kultur(-träume) wahr werden lassen.

Tour 1: “Spiel & Bewegung”
Sa, 15.08. Weimar – Gera – Zickra – Greiz – Weimar

Tour 2: “Musik & Klang”
Sa, 22.08. Weimar – Straußfurt – Nordhausen – Friedrichsrode – Weimar

Tour 3: “Bild & Raum”
Sa, 29.08. Weimar – Erfurt – Jena – Weimar

Ausklang, und gleichzeitiger Höhepunkt der Aktionswochen, ist am 29. August 2009 die Abschlussparty Meine Kultur – Mein Traum im Gaswerk Weimar. Dort wird der KulturRiese – Förderpreis der Soziokultur in Thüringen zum zweiten Mal vergeben.

Mehr Informationen unter www.soziokultur-thueringen.de

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Schiller zum Sonntag 4/9

Friedrich von Schiller: Von der Schönheit zur Freiheit. Über die ästhetische Erziehung des Menschen, in einer Reihe von Briefen. Februar bis Dezember 1793, 9. Brief. …Gib also, werde ich dem jungen Freund der Wahrheit und Schönheit zur Antwort geben, der … Weiterlesen

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Du und Falk im Rathaus

Falk Elstermann ist Geschäftsführer im Kultur- und Kommunikationszentrum naTo e. V. in Leipzig. Er ist Sprecher der Initiative Leipzig+Kultur, die sich mit kreativen Mitteln und langem Atem seit 2001 um die Veränderung des Status quo in der kommunalen Kulturpolitik einsetzt. … Weiterlesen

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Schiller zum Sonntag 3/9

Friedrich von Schiller: Von der Schönheit zur Freiheit. Über die ästhetische Erziehung des Menschen, in einer Reihe von Briefen. Februar bis Dezember 1793, 9. Brief. …Wie verwahrt sich aber der Künstler vor den Verderbnissen seiner Zeit, die ihn von allen … Weiterlesen

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Kunstlawine – Finale

4 Wochen Wachstum im ehemaligen Innenministerium Erfurt!
4 mal 10 Künstler, Künstlerinnen und Galerien!
1 mal pro Woche Vernissage, Midissage und Finissage in einem!

Was am 2. Mai 2009 als Experiment mit 10 Künstlern aus Erfurt und Umgebung begann, ist angewachsen auf mehr als 40 Künstler in 10 Räumen. Wie ein gedeihender Organismus wuchs die Anzahl der Künstler an, aber auch die Ausstellung entwickelte sich schmetterlingsgleich.
Ausgehend von je einem Künstler, Künstlergruppe oder Galerie entwickelte sich über die Wochen je Raum ein neuer kleiner Mikrokosmos, der sich Stück für Stück ausbreitete und durch das alte, verlassene Gebäude mäanderte. Der künstlerische Prozess wird hier Teil der Ausstellungskonzeption, wird Sinnbild für Kreativität, Netzwerkbildung und Entwicklung. Einmal die Woche, das letzte Mal am 23. Mai 2009, können Interessierte sich ihr eigenes Bild machen. Außerdem gibt es Musik von befreundeten Bands und Rundgänge durch die (noch) nicht genutzten Räume des wiederbelebten Ortes. Auf das es so bleibe und Bausubstanz als Substanz zum Bauen wahrgenommen wird!

23. Mai 2009, 20.00 Uhr, Ehemaliges Innenministerium, Schillerstraße 25, 99084 Erfurt
Mehr Informationen unter www.kunsthaus-erfurt.de

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Schiller zum Sonntag 2/9

Friedrich von Schiller: Von der Schönheit zur Freiheit. Über die ästhetische Erziehung des Menschen, in einer Reihe von Briefen. Februar bis Dezember 1793, 9. Brief. …Der Künstler ist zwar der Sohn seiner Zeit, aber schlimm für ihn, wenn er zugleich … Weiterlesen

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